23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
Hallo meine lieben Leser!
Ab jetzt könnt ihr mich einen Wahlengländer schimpfen, denn ich bin angekommen. Meine Patentante (+ Onkel) hat mich gestern Morgen zu einer extrem unchristlichen Zeit nach Lübeck gefahren, dort noch mir gefrühstückt und dann zum Abschied gewunken. Allerdings nicht, ohne mir vorher noch einen Besuch anzudrohen.
Der Flug war dann – und ja, das darf ich mittlerweile sagen – wie immer. In Stansted habe ich wie gewöhnlich eine Karte für den Stansted Express besorgt und bin dann zur Liverpool Street Station gefahren.
Dort hat mich dann Hannah, die auch bei last.fm arbeitet, abgeholt und zu ihrer Wohnung gebracht, wo freundlicherweise ich auf einer doch schon ein klitzekleines bisschen ausgeleierten Matratze die ersten paar Nächte verbringen kann. So lange halt, bis ich ein eigenes Zimmer gefunden hab.
Dafür hatte ich mir auf gumtree.com und moveflat.co.uk schon ein paar hübsche Räume rausgesucht und die Leute angerufen oder -geschrieben. Und hatte dann drei Termine.
Abends hat mir Hannah dann noch ein wenig das Viertel gezeigt. Leider kannte ich das meiste schon, weil Rasmus, der schwedische Praktikant, genau das vor drei Wochen auch gemacht hatte. Wir sind sogar an dem Pub vorbei gekommen, in dem wir dann saßen. Und ratet mal, wo wir gegessen haben? Genau, da, wo Rasmus und ich auch waren. War ganz gut alles.
Heute habe ich vier Termine, der erste um drei, dann geht’s durch bis um sieben oder acht. Derweil versuche ich noch, mein Traumzimmer zu kriegen (von der Lage her … 300m vom Büro entfernt), da nimmt jedoch niemand ab.
Ich hoffe ja mal ganz stark, dass das Wetter besser wird. Gestern regnete es nämlich wie aus Kübeln, so dass ich zu einem Klamottenwechsel gezwungen wurde. Bzw. zum zweiten Wechsel. Der erste geschah, nachdem ich den Koffer von der Haltestelle zu meiner temporären Bleibe geschleppt habe.
Einkaufen war ich auch schon, da ich (ja, Mutti) wieder mal die Hälfte vergessen habe. Wobei’s, wenn man mal ehrlich ist, nur zwei Teile zur Erhaltung der Körperhygiene waren. Und zwar nicht die wichtigsten, auch wenn natürlich alles, was mit Hygiene zu tun hat, wichtig ist.
Also, liebe Leser, liebe Eltern, liebe Tante, liebe Menschen; bis jetzt läuft alles so ziemlich. Die Leute, die ich bis jetzt getroffen habe, sind nett. Das Viertel ist auch nicht zu übel. Brauch halt nur noch das Zimmer.
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
»It sucks that it’s due to brain cancer, but I am just so glad to have some time off.«
Hipster Girl, New York L train
Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.
© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
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