23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
Heute ist der erste Tag seit Wochen, an dem es regnet. Okay; genauer: Der erste Regentag seit meiner Wohnungssuche. Darum bin ich auch sehr früh aufgewacht, obwohl ich gestern bis zum Abend mit Steve am Flashplayer gesessen habe. Und nun haben wir die ganze Drecksarbeit erledigt und können ihn schön aufhübschen.
Ich denke, der Grund für mein frühes Erwachen war mein Unterbewusstsein. Gestern Abend nämlich, als ich von der Arbeit nach Hause kam, dachte ich so bei mir »Ach, Julian … die Wäsche kannst du auch morgen früh reinholen!« Und siehe da, tatsächlich – ich habe gerade eben die Wäsche hereingeholt. Allerdings war sie nass.
Da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt auf meiner imaginären Liste: Wie wasche ich meine Klamotten? Bis jetzt hat das ja immer meine fürsorgliche Mutter für mich erledigt (vielen Dank noch mal für all die Jahre). Aber nun bin ich fast ganz auf mich allein gestellt und die Wäsche ist Legion.
Ich habe es schon geschafft, Socken und Poloshirts zusammen in einem Waschgang in der Maschine zu waschen. Und hoffe einfach mal, dass das richtig war. Von der Konsistenz her ist ja beides ähnlich …?
Bloß; was mache ich mit Jeans? Das ist alles gar nicht so einfach, wenn man keine Ahnung hat. Ich weiß allerdings noch, dass man irgendwas umkrempeln muss, bevor man es wäscht. Werde ich ab jetzt einfach bei allen Sachen machen.
Und wie komme ich gleich aus dem Haus, die Straßen entlang, zur Arbeit?! Immerhin regnet es und ich habe keinen Schirm. Ich könnte natürlich in bester Detektivmanier von Haustür zu Haustür schlüpfen und mich dort immer unterstellen. So wie ich das die letzten Tage schon wegen der knallenden Sonne praktiziert habe.
Aber einfacher wäre es wohl doch, irgendwie einen Regenschirm zu besorgen. Man möchte ja nicht so einen Reinfall erleben, wie damals, beim Zivildienst. Da bin ich auf fünf Minuten Fußweg mit Regenschirm so nass geworden wie noch nie in meinem ganzen Leben, Strandurlaub eingenommen. Und als ich ankam, sagte mein Boss (ich werde das ab jetzt nur noch verallgemeinern, Boss klingt so gut): »Julian! Jetzt gehst erst mal nach Hause und ziehst dir neue Sachen an!«
In diesem Sinne, bis dann!;)
Okay. Es ist wieder heiß. Extrem heiß. Auf dem Weg ins Büro habe ich mich totgeschwitzt. Kann der Regen bitte wieder kommen?
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
»Ganz gut. Ich hab mich die ganze Nacht um seine Frau gekümmert!«
Mario Basler, auf die Frage, wie es Dietmar Hamann nach seinem Schlaganfall geht
Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.
© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
271 Ausgaben