23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
Hallo. Ich habe ja schon länger nichts geschrieben. Allerdings kann man das ja nicht als Pause bezeichnen. Schließlich erscheint hier nun mal nur noch ein mal monatlich etwas neues, das ist die neue Regelmäßigkeit.
Dieser Eintrag wird in mehrere Punkte aufgeteilt sein, die sich mit verschiedenen Sachen, die allesamt einen gemeinsamen Nenner – mich – haben, befassen. Der Einfachheit halber werde ich jedem Punkt einen einzelnen Artikel widmen. Der treue Leser kann nun also fürs nächste Vierteljahr voraus planen.
Ich habe in den letzten und werde wahrscheinlich auch in den nächsten Monaten häufiger mal aufräumen, putzen und neues Toilettenpapier kaufen müssen. Der Grund: Ein nicht abreißender Besucherstrom.
Den Anfang hatten ja meine Eltern irgendwann im August oder September, wenn ich mich richtig erinnere, gemacht. Sie sind allerdings, weil hier nichts frei war, in einem Hotel im noblen West End abgestiegen. Für ein paar Tage sind sie mit mir durch London gelaufen, haben mir Essen ausgegeben und eine wichtige Lektion beigebracht: Immer das Badezimmer putzen, bevor Besuch kommt.
Der nächste war dann der von allen hoch geschätzte Mr Podcast, vielen auch unter seinem Decknamen Johannes bekannt. Er schlief im Zimmer des verschollenen Koreaners, das dadurch das erste Mal seit Monaten in den Genuss einer mehr oder minder gründlichen Reinigung kam.
Zusammen erkunden wir einiges in der Stadt, schauten uns alte Propagandafilme an und schossen viele Fotos, die man alle auf Flickr bewundern kann. Außerdem besuchten wir noch einen bayrischen Bierkeller und drehten ein kleines Filmchen, welches aufgrund der Unfähigkeit eines gewissen Julian S., keinesfalls verwandt oder gar verschwägert mit dem Autor dieser Zeilen, noch nicht veröffentlich werden durfte.
Die letzten paar Besucher, übrigens tatsächlich ein Paar, trafen dann nur eine Woche später in der noch nicht wieder vollständig aufgeräumten Wohnung ein. Das Paar bestand aus einer deutschen Möchtegern-Australierin und einem echten Australier mit einer ausgeprägten Vorliebe für Jack Daniel’s (sowie einer 2l-Flasche selbigens), von der auch der Autor dieser Zeilen nicht verschont blieb.
Ein Highlight dieses Besuches war, wieder einmal, ein Video, welches den weiblichen Teil des Paares während des Wachwechsels vor dem Buckingham-Palast beim Dirigieren des Musikregimentes auf einer Parkmauer zeigt – sehr kanadisch-warm in einen Mantel mit ungeheuer großen Kapuze gehüllt. Veröffentlichen werde ich es aufgrund meiner großartigen Gentilität nicht, Fotos gibt es hier.
Auch in den nächsten Monaten wird unser Exildeutsche wohl kaum von Besuchern verschont und das Badezimmer immer schon blank geputzt bleiben. Angekündigt haben sich unter anderem, wenn auch nur vage, Tante und Onkel, eventuell die Eltern zum Zweiten sowie ein Teil des deutsch-australischen Paares mit ihrer besten Freundin, einer norddeutschen Landesveräterin Wahlmünchnerin.
Das kann ja was werden.
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
»Ich sag’ oft zu meinen Mitspielern: Super, Junge, du hast einen Spitzenlaktat, aber du hast trotzdem ein Problem - dein größter Feind ist der Ball.«
Toni Polster
Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.
© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
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