Julian Stahnke

23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign


am späten Abend
am Samstag, 1. März 2008

Fußball am 1.3.2008

Geschrieben in London
ohne Kommentare

Es ist nun schon rund drei Jahre her, dass ich das letzte Mal übers Fußball spielen geschrieben habe – und genau so lange hat es sich heute Morgen in der Halle auch angefühlt. Obwohl ich seit drei Monaten wieder ein bis zwei Mal die Woche jogge, war ich nach zehn Minuten kurz davor, meine Lungen heraus zu würgen. Ich habe dann allerdings einfach einmal tief eingeatmet und ein kleines Päuschen gemacht, dann ging’s wieder. Um es gelinde auszudrücken, muss sich mein viele Stunden im Bürostuhl geschundener Körper jedoch erstmal wieder an die ganzen unerhörten Anstrengungen beim Fußball spielen gewöhnen. Deutlicher ausgedrückt könnte man wohl sagen, dass meine Füße vergessen haben, dass sie noch zu etwas anderem gut sein sollten, als einen Schreibtischstuhl durch die Gegend zu rollen.

Immerhin habe ich es ein oder zwei Mal1 geschafft, einen Gegenspieler aussteigen zu lassen. Beim zweiten Mal sogar elegant den Ball über sein ausgestrecktes Bein lupfend – nur um dann bei der anschließenden Richtungsänderung sang- und klanglos mit dem Knöchel umzuknicken. Auch das Schießen ist nicht mehr das, was es mal war; der Ausdruck »Richtung Eckfahne« hätte auch extra für mich erfunden werden können. Der Fairness halber muss man aber sagen, dass in der Halle die Eckfahne verdammt nahe am Tor war. Nur meine Lupfer waren noch einigermaßen effektiv – allerdings anders, als ich es gewohnt war: während sie früher meine Mitspieler mehr oder minder glänzend in Szene gesetzt haben, gingen sie heute meistens in die Hose – und zwar die des Gegenspielers.

Alles in allem kann man also sagen, dass noch einiges an Luft nach oben ist. Da ich jedoch – sonst bräuchte ich gar keinen Ball mehr anrühren – ein Daueroptimist bin, nehme ich einfach mal an, dass die nächsten Mal alles besser werden wird; vor allem, weil’s kaum schlechter ginge. Spaß gemacht hat’s aber, wie immer, natürlich trotzdem.

1 Bitte beachten: An dieser Stelle ist nicht die Redensart gemeint. Diese Aussage sollte zu meinem großen Bedauern durchaus wortwörtlich genommen werden.




Anderswo zu empfehlen

Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.

Reisetagebücher

Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004

Das zufällige Zitat

»Wenn Lothar so weitermacht, wird er Schwierigkeiten haben, für sein Abschiedsspiel gegen die Nationalelf eine Mannschaft zusammenzukriegen.«

Mario Basler

Die Information, die so wichtig ist, dass sie ganz unten steht

Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.

© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke

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