Julian Stahnke

23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign


am Vormittag
am Samstag, 10. Juni 2006

Fußball kommt nach Haus’

Geschrieben in London
ohne Kommentare

Dieses wunderhübsche Lied höre ich hier gerade, mitten in London. Allerdings nicht auf deutsch, sondern englisch. Es schallt aus sehr überdrehten Boxen, unterstützt von ebenso kräftigen wie rauen Männerkehlen, die zweifelsohne gut geölt sind.

Davor kamen all die anderen Juwelen, mit denen die Musikindustrie alle vier Jahre kräftig Umsatz unter den Fußballfans macht. Solche kompositorischen Höhepunkte wie »You’ll never walk alone« oder dieses andere Lied, irgendwas mit »I can’t get no down« – schwer zu verstehen, weil ich nach einem verschlafenem Morgen in meinem Zimmer sitze. Mit weit geöffnetem Fenster selbstverständlich, da es einfach nur heiß ist. Zum Dahinschmelzen, wie sich schon die gute irische Butter heute Morgen gedacht hat.

Diese ganzen singenden Menschen stimmen sich alle auf die Spiele ein, die am heutigen Nachmittag und Abend stattfinden werden. Aber Moment. War da nicht noch was? Waren da gestern nicht auch zwei Spiele? Hat gestern nicht Deutschland 4:2 gegen Costa Rica gewonnen? Ja, das haben sie! Und nun ratet mal, wer dieses Spiel angeguckt hat. Der Julian, genau!

Wie ich Fußball geguckt habe – und die Kanadier nicht

Ich wusste ja bis gestern Morgen nicht so genau, wo ich das Eröffnungsspiel zelebrieren sollte. Im Pub (gut), zu Hause (schlecht), oder im Büro mit einem fetten Beamer, Bier, Toast und anderen Deutschen (sehr gut). Letztlich wurde es dann – man kann es sich denken – die Büro-Variante. Wobei Büro immer ein wenig verstaubt klingt. Nicht, dass es nicht verstaubt wäre, kommt die Putzfrau doch nur einmal die Woche. Aber es ist auch viel lockerer als ein normales Büro, behaupte ich einfach mal.

Die Kanadier waren nicht so begeistert davon. Besonders die weiblichen Kanadier, die zum Glück allerdings extrem in Unterzahl waren. Mit 1:20, ungefähr. Gut, man kann es verstehen. Schließlich haben wir Montag – ich weiß jetzt nicht, wie viel ich sagen darf, also, schreiben wir einfach mal: eine Deadline. Und sind ein bisschen hinter dem Zeitplan. Andererseits ist WM, da kann man auf sowas einfach keine Rücksicht nehmen. Die Kanadier nahmen’s dann auch sportlich und haben zu Hause weitergearbeitet.

Tja. Und gleich werde ich ins Büro gehen. Denn wie schon gesagt, wir sind ein wenig hinter dem Zeitplan. Und außerdem brauch’ ich das Internet, hier zu Hause hat’s immer noch keines ;)

Von Widgets, Gadgets und viel Konfusion

Heute ist Widget-Tag. Ich werde ein paar Widgets designen. An dieser Stelle mal ein kleiner Ausflug in die Theorie; was genau sind Widgets? Nun, ich muss gestehen, das weiß ich auch nicht so genau. Widgets könnten diese kleinen Schließen-/Minimieren-/usw.-Buttons oben links in der Ecke eures Browserfensters sein. (Vielleicht sind sie bei euch auch rechts. Dann solltet ihr euch mal Gedanken machen, ob ihr nicht was verpasst.)

Widgets können aber auch die nützlichen Teile im Dashboard sein. (Wie? Ihr habt kein Dashboard? Dann solltet ihr euch mal Gedanken machen, ob ihr nicht was verpasst.) Das Wetter-Widget ist ein grandioses Beispiel dafür. Auch weil es so eine schöne Alliteration ist. Und nebenbei ist es eine Ausgeburt an Optimismus, das kleine Teufelsteil.

So. Das war also ein grober Überblick über meine bisherigen Erfahrungen mit Widgets. Ich könnte an dieser Stelle nun auch noch Inspektor Gadget mit ins Spiel bringen – aber wir wollen hier ja mal nicht ausufern.

Die Widgets, die ich designen werde, sind kleine Fenster innerhalb der Seite. Für die technisch erlauchten; du klickst auf einen Button, eine Box erscheint aus dem Nichts, lädt via AJAX seinen baldigen Inhalt, zeigt währenddessen eine schicke Ladeanimation und dann schließlich – das Widget.

Nun ja. Habe mir den Code dafür gestern schon mal angeschaut; sieht sehr durcheinander aus. Aber ich liebe es ja, aufzuräumen und etwas ordentlich zu machen.

Barbecue

Danach geht’s dann eventuell zum Fußball gucken auf eine BBQ-Party, wie das die Insider amtlich abkürzen. Wäre dann meine erste.

(Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob der oben stehende Absatz eine eigene Überschrift verdient hat. Aber es gibt bestimmt viele Leute, die nur die Überschriften überfliegen. Kenn’ ich doch aus der Schule, »Habt ihr dieses Buch auch wirklich gelesen?«-Test-Vorbereitung Herr Bruns – Überfliegen der Überschriften der Zusammenfassungen aus dem Internet.)

Jubiläum

Last.fm, Ltd. hatte letztens was zu feiern. Am Donnerstag, um genau zu sein. Es war ein sehr netter und lustiger und auch feucht fröhlicher Abend, aus mehreren Blickwinkeln gesehen. Einige davon schon beinahe Meta-Blickwinkel. Aber davon ein anderes Mal.

Safari-Bug?

Safari macht bei mir den Apostroph in der Überschrift nicht gelb, wenn man über den Link hovert. (»hover« spricht man übrigens anders aus, als Huber und ich das bis jetzt gemacht haben. Auch davon mehr ein anderes Mal.) Firefox und Camino schaffen es immerhin zu zwei Dritteln. Einzig Opera kriegt es richtig hin. Naja, das ist dann aber auch eine der wenigen Sachen, die Opera hinbekommt.




Anderswo zu empfehlen

Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.

Reisetagebücher

Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004

Das zufällige Zitat

»Bremen ist vielleicht ein Dorf, aber das Dorf mit der schönsten Straßenbahn der Welt.«

Henning Scherf

Die Information, die so wichtig ist, dass sie ganz unten steht

Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.

© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke

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