Julian Stahnke

23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign


nach dem Abendbrot
am Freitag, 21. März 2008

Heute beim Joggen … Teil 3

Geschrieben in Bremen
1 Kommentar

Es ist ja nun ungefähr drei Jahre her, dass ich das letzte Mal was übers Joggen geschrieben habe. Nicht, dass ich danach nicht weiter gejoggt wäre. Im Gegenteil, bis zum April 2006 habe ich’s noch durchgehalten. Dann zog ich nach London und wurde völlig unsportlich. Und damit meine ich nicht nur das unsportliche Verhalten, dass ich bei den drei Malen, die ich dort Fußball spielte, aufgrund meiner mangelnden Fitness an den Tag legen musste, um ab und an mal an den Ball zu kommen – sondern vielmehr die Abstinenz jeglicher Bewegung, wenn man vom täglichen Gang zu und von der Arbeit mal absieht. Ab Juni fiel dann sogar dieses Bisschen Bewegung weg, da ich zu faul wurde älter wurde, mehr Schlaf benötigte und darum den Bus nahm.

Irgendwann im September machte sich der Mangel an Bewegung dann bemerkbar, und ich fühlte mich einfach nicht mehr so gut wie früher. So entschloss ich mich, statt des Busses wieder meine Füße für den Weg zwischen Wohnung und Büro in Anspruch zu nehmen – immerhin eine Stunde Bewegung täglich. So kam ich also jeden Morgen und jeden Abend in den Genuss eines kleinen Spazierganges, was mein Gemüt wieder ein wenig heiterer stimmte. An einem dieser Abende ging ich ein wenig schneller als gewohnt und merkte, wie viel Spaß das machte. So erhöhte ich mein Tempo mehr und mehr, bis ich fast schon joggte. Und da kam mir dann, völlig aus dem Nichts, die Eingebung: ich sollte einfach wieder mit dem Joggen anfangen!

So kaufte ich mir nach einem Intensivtraining im Prokrastinieren im November wenig später ein Paar Joggingschuhe und ging im Viktoriapark, zum Glück keine fünf Minuten von meiner Wohnung entfernt, laufen. Wo ich mich dann erwartungsgemäß nach einer Viertelrunde darin versuchte, möglichst überzeugend so zu tun, als gehörte die Kilometer lange Gehphase zu meinen Trainingsprogramm. Wie man doch in anderthalb Jahren aus der Form kommen kann! Aber ich gab nicht auf und lief bis Weihnachten etwa anderthalb Mal pro Woche, wobei ich am Ende immerhin eine dreiviertel Runde schaffte.

In den Weihnachtsferien joggte ich dann in der schönen Arberger Marsch, immerhin schon sechs Kilometer am Stück, oder so. (Eine Strecke, die ich vor ein paar Jahren ohne mit der Wimper zu zucken zweimal hintereinander lief, ohne am nächsten Tag was davon zu merken.) Am nächsten Tag war ich dann zwar ein wenig erschöpft, aber zwei Tage später konnte ich’s dann wieder laufen. Und so weiter.

Zurück in London schaffte ich es auch prompt, eine ganze Runde (ungefähr fünfeinhalb Kilometer) im Viktoriapark zu laufen, und das zwei Mal die Woche, immer schneller und schneller. Aber es blieb bei diesen fünfeinhalb Kilometern. Bis gestern. Aber darüber schreibe ich, wenn ich mich ein wenig mehr erholt habe.

Anmerkung: Ich habe meine körperliche Verfassung/Erschöpfung im letzten Satz aus dramaturgischen Gründen ein wenig schlechter dargestellt, als sie es eigentlich ist. Keine Angst. Meine Beine sind noch dran.




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  1. vom Viktoriapark am Samstag, 22. März 2008

Anderswo zu empfehlen

Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.

Reisetagebücher

Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004

Das zufällige Zitat

»Wenn Lothar so weitermacht, wird er Schwierigkeiten haben, für sein Abschiedsspiel gegen die Nationalelf eine Mannschaft zusammenzukriegen.«

Mario Basler

Die Information, die so wichtig ist, dass sie ganz unten steht

Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.

© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke

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