23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
So. Ich arbeite ja, wie einige wissen, bei einer Firma namens Last.fm. Die machen ja in Musik. Man wird dort folglich auch mit recht viel neuer Musik konfrontiert. Nun ist es so weit gekommen, dass ich mittlerweile kaum noch Musik höre, die ich vor einem Jahr gut fand. Und da habe ich gedacht, »Julian«, habe ich mir da im Stillen gesagt, »da könntest du eigentlich mal was drüber schreiben. Hast ja sonst nichts zu erzählen. Zumindest jetzt gerade nicht. Kann sich zwar schnell ändern. Ist aber im Moment noch so.«
Da ich früher im Musikunterricht nicht gut genug aufgepasst habe um mir, wie in vielen anderen Sujets erfolgreich getan, ein Besserwisservokabular im Bereich Musiktheorie anzueignen und mir zudem wenig daran liegt, den geneigten Leser mit Fachwörtern und gestelzten Phrasen zu langweilen, gibt es jeweils nur einen kurzen Satz. Oder zwei, wenn ich in Laune bin. Mal sehen. Und dazu dann noch ein paar Links zu Seiten, auf denen man sich legal Lieder dieser wunderbaren Künstler in die Ohren sickern lassen kann.
Nun, dann wollen wir mal – aus aktuellem Anlass – mit Feist anfangen. Diese charmante kanadische Sängerin hat nämlich gerade ein wunderbares neues Album heraus gebracht. Welches, hüstel, im April dann auch erscheint. Genau wie Feist in London. Im April. Mal sehen, vielleicht kann ich dann ja auch, wie Matt, mein wert geschätzter kanadischer Kollege, hinterher an der Bar mit ihr abhängen. Und ansonsten halt mit Johan. Man muss es halt nehmen, wie es kommt.
An Links hätten wir die offizielle Seite, Feist bei MySpace (mit vielen Liedern zum Anhören) und bei Last.fm (mit noch mehr Liedern, allerdings nur als 30-Sekunden-Preview). Und auch bei YouTube gibt es einige schöne Videos.
Der Vater wird sicherlich einigen bekannt sein und auch die Mutter ist keine unbekannte. Die Tochter heißt Charlotte Gainsbourg, hauptberuflich Schauspielerin, Sängerin im Nebenjob. Und dazu noch französisch. Und in London geboren. Und spricht somit britisch mit französischem Akzent, was sprachtechnisch den Gipfel der Schöpfung darstellt1.
Da ich ja, wie eingangs bereits erwähnt, mit den Termini der Musikszene nicht so sonderlich vertraut bin und daher durch geschicktes Changieren von eigentlich nebensächlichen Dingen darüber hinweg kleistern muss: The Science of Sleep. In Deutschland wahrscheinlich mit bescheuertem Titel in die Kinos gekommen. Ein sehr schöner Film, den man sich unbedingt anschauen sollte.
Nun ja, wir hätten da einmal die offizielle Seite, Charlotte Gainsbourg bei MySpace (mit einigen Liedern zum Anhören) und bei Last.fm (mit mehr Liedern, aber wieder nur 30-sekündig).
Nach Kanada und Frankreich begeben wir uns nun nach England, wo Camera Obscura herkommen. Camera Obscura sind eine Band, die mir zuallererst durch den Namen aufgefallen sind. Als ich noch ganz neu hier in London war – gerade frisch angekommen –, lief ich jeden Morgen an einer Wand mit unglaublich vielen Postern vorbei.
Dazu zwei Bemerkungen: Erstens laufe ich da immer noch vorbei. Zweitens befindet sich das Last.fm-HQ in Hoxton, Heimat der Hippen. Da muss natürlich jede CD, die veröffentlicht wird, groß mit Postern angekündigt werden. Und drittens ist Hoxton auch die Heimat von Dr. James Parkinson. Wenn das mal nichts ist.
Nun hing dort, als ich als junger, unschuldiger Bremer Bursche langging, immer ein Plakat mit einem lustigen Bild und der Aufschrift Camera Obscura. Natürlich nutzte ich gleich meine Verbindungen, um mich darüber zu informieren, was Camera Obscura denn sei. »Eine Band«, so wurde mir verraten. Und gleich noch eine CD geliehen, dir mir dann auch überaus gefiel.
Zur offiziellen Seite, Camera Obscura bei MySpace (ganze Lieder, zum Anhören), bei Last.fm und sogar ein Blog.
1 Okay, da habe ich ein wenig übertrieben. Hier die offizielle Reihenfolge: Deutsch mit französischem Akzent, Schweizerdeutsch, Deutsch, britisches Englisch mit französischem Akzent.
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
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Lenin
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© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
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