23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
Ich finde, die optimale Menge an Cola in einem Behältnis1 für einen Abend pro Person ist 1 Liter. 1,5 Liter sind zu viel, so viel kann ich nie trinken. Und für zwei Personen wird’s schon ein wenig knapp.
1-Liter-Flaschen haben allerdings den Nachteil, dass die Cola recht lange im Raum steht und sich dabei erwärmt, so dass sie gegen Ende hin nicht mehr so gut mundet wie anfangs.
Eine Lösung hierfür sind Dosen. In Deutschland quasi2 geächtet, sind Dosen in Großbritannien weit verbreitet. Man kann sie in 10er- oder 20er-Packungen kaufen und zahlt dann nur unwesentlich mehr als für eine Flasche. Dosen haben natürlich den Vorteil, dass man immer nur wenig – aber gerade genug – Cola vor sich stehen hat, so dass man nie ernsthaft Gefahr läuft, einen warmen Schluck Cola trinken zu müssen.
Ein Nachteil der Dose ist der häufige Gang zum Kühlschrank, für den man alles andere unterbrechen muss. Andererseits kann man genau dies als Vorteil werten, weil man eben eine kurze Pause hat und sich ein wenig bewegt – was ja nicht schlecht ist, wenn man schon so ein süßes Gepansche wie Cola trinkt.
Größter Nachteil ist allerdings der Haufen Müll, den man produziert. Hier sind Flaschen deutlich effizienter und gehen auch weniger aufs Gewissen. Schließlich gehört die Erde ja nicht uns. Wir haben sie ja, wie wir alle wissen, nur von unseren Kindern geborgt.
Das beste wäre also mit Sicherheit ein Kühlschrank neben dem Sofa, aus dem man die Flasche nehmen und sich ständig nachschenken kann. Doch damit kommen wir auch schon zum nächsten Nachteil von Flaschen; was, wenn man sie nicht ganz leer trinkt? Dann stellt man sie wieder in den Kühlschrank, geht ins Bett und schläft. Nach einigen Tagen erinnert man sich dann plötzlich daran, dass man ja eine Flasche Cola im Kühlschrank hat, die dann natürlich nicht mehr schmeckt und (oftmals) weggegossen oder (ganz selten) mit Wodka gemischt wird.
Mit Dosen existiert dieses Problem nicht, man trinkt sie ganz einfach immer leer. Man kann gar nicht anders. Es ist ja nun wirklich nicht viel.
Daher wundere ich mich nun, was eigentlich besser für die Umwelt ist. Der Müll, der durch die leeren Dosen entsteht? Oder die ganze abgestandene Cola, die man wegkippt?
Falls ein Umweltwissenschafter, ein Greenpeacemitarbeiter, Sigmar Gabriel oder einfach irgendwer mit einer Meinung (Muss ja nicht unbedingt richtig sein. Gibt ja nicht nur schwarz und weiß. Kommt ja bestimmt auch auf die Art der Mülltrennung an, und ob es Coke oder Coke light ist.) mitliest, könnten von diesen Personen ja mal ein paar Fakten auf den Tisch gehauen werden. Kann ja nicht schaden, einem jungen Menschen den richtigen Weg zu weisen.
1 Damit meine ich nicht unbedingt das Trinkbehältnis, sondern das, worin die Cola aufbewahrt wird. Das kann auch – ja, sollte es bei solchen Mengen gar unbedingt – eine Flasche sein.
2 quasi [lat.]; gewissermaßen, gleichsam, sozusagen (Duden, 24. Auflage, 2006). In diesem Fall also kein Füllwort, wie der gute alte Herr Richter mit den Wolfsohren solch Wörter gerne zu verteufeln pflegte, sondern ein durchaus passendes Wort. Zu beachten ist, dass das Wörterbuch der Synonyme (Dudenverlag, 1. Auflage, 2006) des Weiteren noch so gut wie
als Synonym vorgibt, das hier wahrscheinlich am besten passt.
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
»Ob rechts oder links, wo ich auftauchte, war ich schlecht.«
Mario Basler
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© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
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