Julian Stahnke

23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign


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am Mittwoch, 3. Oktober 2007

Vierundvierzig Spiele lang

Geschrieben in London
1 Kommentar

44 Spiele lang konnte Olympiakos Piräus im Europapokal auswärts nicht gewinnen. Eine Konstante, an der man sich festhalten kann. Man kann als Fan sein Leben darauf aufbauen. Heute hat’s dann, nach Jahrzehnten des Wartens, endlich doch geklappt. Und das ausgerechnet bei Werder Bremen. Während der unsympathischste Club der Weltgeschichte, Schalke 04, gleichzeitig gewinnt. Klasse.

Ich frage mich ja seit Jahren, warum Werder es nicht hinbekommt, mal konstant zu spielen. Mit Ausnahme von 1996–1999, als man konstant schlecht spielte, schwanken die Leistungen einfach gewaltig. Da gewinnt man gegen den Meister 4:1 und spielt dann bei einem Abstiegskandidaten nur unentschieden, um dann im nächsten Spiel den höchsten Sieg des Jahrtausends zu feiern. 44 Spiele lang konstant zu spielen wäre mir da schon fast zu viel des Guten, aber vier gute Spiele hintereinander, das dürfte doch nicht so schwer sein, oder?

Und das geht ständig so. Selbst in der Meistersaison hat Werder es nicht gebacken bekommen, konstant zu spielen, zumindest in der Rückrunde. Da haben sie oft noch gerade so mit Dusel in der Schlussminute das 1:0 geschossen. War dann zwar gewonnen, aber nicht wirklich schön anzuschauen.

Das ist sowieso so eine Sache. In der Hinrunde spielt Werder meistens richtig guten, schönen Fußball, um sich dann in der Rückrunde irgendwie durchzumogeln. Oder halt umgekehrt.

Und das alles, während Schalke gewinnt. Schalke 04 ist für mich der unsympathischste Club, den ich mir vorstellen kann. Sie kriegen Geld von diesen reichen Russen, kaufen Werder alle guten Spieler weg, nur um diese dann bei sich eingehen zu lassen, und hatten – letztes Jahr zumindest – einen Spielmacher, der wie ein Mafiosi ausschaute.

Ja, ich gebe es zu, es hat, wie man an der Begründung sehr schön sehen kann, nicht unbedingt nur rationale Gründe. Dazu kommt noch, das meine Meinung vom Ruhrpott, wie ich zugeben muss, nicht sonderlich hoch ist. Ein Mal bin ich bisher mit dem Zug durch gefahren, das hat mir dann auch gereicht. Ich fand’s nicht so schön da. (Was natürlich nicht heißen soll, dass ich Leute aus dem Ruhrpott nicht mag. Ganz im Gegenteil, ich kenne gar keine.)

Schalke hat auch einfach keine Ausstrahlung für mich. Ich weiß einfach nicht, was ich mit den Spielern anfangen soll. Oder mit dem Trainer. Oder dem Club im Allgemeinen. Bayern hat immer Glück und Überzeugung, Werder spielt attraktiven Fußball, Stuttgart verfügt über eine sympathische junge Mannschaft und Nürnberg einen tollen Trainer. Aber Schalke?

All dies zusammen und die Tatsache, dass Schalke letzte Saison völlig unverdient einen Platz besser war als Werder, lässt einfach gar kein anderes Gefühl als einen abgrundtiefen Hass gegen Schalke 04 zu. Ich bin mir sicher, der ein oder andere versteht das.




Kommentare

  1. YESSSSSSSS am Freitag, 5. Oktober 2007

Anderswo zu empfehlen

Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.

Reisetagebücher

Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004

Das zufällige Zitat

»Wer aus Brüssel berichtet, bewegt sich zwischen Traum und Bürokratie.«

Wolfgang Klein

Die Information, die so wichtig ist, dass sie ganz unten steht

Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.

© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke

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