23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
Letztens habe ich bei einem großen schwedischen Möbelhaus, das auch leckere Lantchips und Hotdogs anbietet, ein paar neue Einrichtungsgegenstände gekauft. Unter anderem ein neuer Nachttisch. Grund genug, die Utensilien auf dem alten Nachttisch auszusortieren.
Nun stellte sich dabei das Problem heraus, dass ich am liebsten sehr einfache und unkomplizierte Sachen anschaffe. Ich mag Macs, iPods, Toaster ohne Brotbackfunktionen. Doch mein Wecker (ein Geschenk) ist sehr kompliziert. Er zeigt mir die Temperatur an, das Datum, die Zeit in irgendeiner anderen Zeitzone und hat zwei Weckzeiten, die beide getrennt voneinander reguliert werden können. Nur benutzt habe ich ihn bis jetzt äußerst selten, da ich jedes Mal ein paar Minuten einplanen muss, um ihn zu stellen.
Also habe ich mich auf die Suche nach einem einfacheren Wecker gemacht. Ich stelle da auch keine großen Anforderungen, eigentlich sollte es also kein Problem sein, solch einen Wecker zu finden – er muss nur folgendes können:
Wie gesagt; dem gesunden Menschenverstand nach eigentlich kein Problem. Das fängt erst damit an, dass zwar fast jeder Wecker diese Anforderungen erfüllt – aber darüber hinaus noch viel mehr Funktionen hat, die ich alle gar nicht möchte. Ich will einfach nur einen Knopf, mit dem ich die Weckzeit einstelle und einen, mit dem ich den Wecker an oder aus mache. (Von mir aus können es auch ein oder drei Knöpfe sein – es geht ums Prinzip.) Un, wie erwähnt, Beleuchtung, damit ich auch im Dunkeln mal was erkennen kann.
Bloß; wo finden? Bei Ikea gibt es genau einen Wecker, der von der Funktionalität so ungefähr hat, was ich will. Den Slabang, der allerdings hässlich wie die Nacht ist vom Äußeren her nicht ganz meinen Gusto entspricht. Und eigene Wecktöne möchte ich mir auch nicht aufnehmen. Aber das ist nur eine Marginalie.
Ich habe also meine persönliche Styleberaterin Ulrike gefragt, ob sie nicht Rat wüsste. Als Reaktionen wurde ich mit einer Harst an Links zu aller Herren Einrichtungshäusern überschüttet. Eine große Strapaze, leider vergebens; für mich war keiner darunter. Dabei bin ich mittlerweile schon beinahe an dem berühmten Punkt angelangt, wo Geld (fast) keine Rolle mehr spielt. Wobei ich hier selbstredend nicht über Unsummen im hohen zweistelligen Bereich spreche, es ist schließlich nur ein Wecker.
Falls jemand auch so seine Erfahrungen mit (oder Gedanken über) Weckern gemacht hat, oder eventuell sogar auf ein für mich passendes Modell hinweisen könnte, dann wäre ich dem ganzen sehr verbunden. Aber vielleicht sind sonst auch alle zufrieden und nur ich störe mich an diesen Kleinigkeiten, wer weiß.
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
»Ich werde nie Golf spielen. Erstens ist das für mich kein Sport, und zweitens habe ich noch Sex.«
Mehmet Scholl
Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.
© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
271 Ausgaben