Julian Stahnke

23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign


in der Nacht
am Freitag, 27. Oktober 2006

Wo ist die Zeit geblieben?

Geschrieben in London
ohne Kommentare

Manchmal nimmt man sich ja einiges vor und hat dann doch keine Zeit, es auch wirklich zu tun. Genau so erging es mir in den letzten Wochen. Blumen kaufen wollte ich, für mein Zimmer. Vielleicht auch noch mal einen Sessel oder so. Zwei Webseiten warten darauf, fertig gemacht zu werden. Sollte aber alles nicht sein, bisher.

Es hat sich vieles ereignet in den letzten Wochen. Die meisten werden wohl schon wissen, dass ich für immer und ewig mindestens bis zum Frühjahr in London bleiben werde. Ist ja auch nicht schlecht hier, gefällt mir soweit eigentlich ganz gut.

Des Weiteren habe ich auch des Öfteren mal gekocht. Penne mit selbst gemachter Tomatensoße, Spagetti, Omelette. Willkommene Abwechslungen zu meinem Lieblingsessen, dem nutella-Toast, der quasi nie langweilig wird. Wie er das schafft, weiß ich auch nicht.

Es gibt nur sehr wenige Speisen, die ich wirklich immer essen kann. Neben Toast mit nutella fallen mir da spontan nur der Apfelkuchen von meiner Omi, Chili von Mutti, Schnitzel, Pfannkuchen oder Spinat mit Kartoffelbrei und Rosenkohl ein. (Anmerkung für Mutti: Also, falls ich mal wieder zu Hause vorbei schaue …)

Zwischenzeitlich war ich auch einmal kurz zu Hause und in München. Und vorher noch beim Friseur. Allerdings war ich eigentlich nicht wirklich in München, sondern in einem Zimmer. Aber schlimm war das nicht, ich hatte ja Gesellschaft und konnte Geschlossene Gesellschaft von Sartre noch einmal als Laienstück miterleben.

Während meines Aufenthaltes in München hat’s dann sogar mit dem Oktoberfest geklappt; eine unvergessliche Erfahrung. Sozusagen ein Traum, der in Maßen in Erfüllung gegangen ist.

Die Rückfahrt im Nachtzug wurde dann dank einer nachts um drei noch eifrig feiernden Schulklasse beinahe zum Alptraum – wenn da nicht die fünf Freunde vom Zugsicherheitsdienst gewesen wären.

In Bremen habe ich dann Geburtstag gefeiert, meinen Eltern Freud und Kummer bereitet und mich noch mit ein paar Leuten und Katzen getroffen, bevor es dann auch wieder nach Hause ging, wo auch prompt Arbeit und eine temporäre Mitbewohnerin aus Rom auf mich warteten.

Nun, die schon angesprochenen Sachen, die ich eigentlich alle erledigten wollte, kamen also nur in Miniaturschritten voran, weil es bei Last.fm recht viel Arbeit und als Ergebnis bald eine neuere, hübschere, tollere – man weiß ja, wie es immer ist – Seite gibt.

»Und was machste um diese Zeit noch auf? Solltest du nicht schlafen?«, würde Omi jetzt vielleicht fragen, läse sie das hier. Und mir eventuell auch ein Stück Apfelkuchen anbieten. Aber sie liest das hier nun mal nicht – man kann eben kaum alles haben.

Ich hatte ja im Sommer meine Java-Programme aus dem berüchtigten Informatikkurs des Herrn Schleucher wieder entdeckt. Da habe ich wieder richtig Lust aufs Programmieren bekommen. Und so nahm ich mir vor, Cocoa zu lernen. Cocoa ist die Programmiersprache, die man benutzt, wenn man ein Programm für Mac OS schreiben möchte1.

Gerade eben bin ich dann zufällig über ein schönes Einsteiger-Buch-PDF im Internet gestoßen, so dass einem Start nichts mehr im Wege stand.

Joa. Und da ist es nun, mein erstes selbst geschriebenes Mac-OS-X-Programm (.dmg, 76kb).

Mein nächstes Ziel: Ein grafischer Taschenrechner.

1 Man kann auch andere Programmiersprachen benutzen. Qt, zum Beispiel. Aber davon sollte man lieber die Finger lassen, wie einem Erik und Chris sicherlich gerne bestätigen.




Anderswo zu empfehlen

Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.

Reisetagebücher

Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004

Das zufällige Zitat

»Wer aus Brüssel berichtet, bewegt sich zwischen Traum und Bürokratie.«

Wolfgang Klein

Die Information, die so wichtig ist, dass sie ganz unten steht

Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.

© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke

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