23 Jahre/FH Potsdam/Interfacedesign
YES-Törtchen sind zurück. Und wem hat man das zu verdanken? Hoffentlich all den Leuten, die sich beschwert haben. Die melancholisch geworden sind, als sie auf alten VHS-Aufzeichnungen den mittlerweile legendären YES-Spot entdeckten.
Ich, Deutscher im Exil, hätte davon natürlich nichts mitbekommen, wenn mich nicht Kommentare, Briefe und Telefonanrufe darüber unterrichtet hätten. Es zahlt sich halt aus, eines der Top-Ergebnisse für YES-Törtchen bei Google zu sein.
Bei flickr hat sogar jemand angeboten, mir eines zu schicken. Ob das ernst gemeint ist, oder bloß ein Hoax? Bald werde ich es wissen. (Ich hoffe an dieser Stelle inständig, dass es kein Hoax ist.)
Für alle mit dem Allgemeinwissen eines Amerikaners; der Hintergrund: Das gemeine YES-Törtchen (oder auch YES-Torty) war eine der Lieblingssüßigkeiten Deutschlands. Zumindest in den Kreisen, in denen ich verkehrte.
Dann wurde die YES-Törtchen-Produktion im Jahre 2003 eingestellt. Einfach so. An einem Tag lief noch Fernsehwerbung, am nächsten Tag gab es YES-Törtchen noch nicht mal mehr auf dem Schwarzmarkt.
Allerdings hat davon aufgrund des allgemeinen Überangebotes an Konsumgütern kaum jemand etwas gemerkt. (Man stelle sich mal vor, was in einem Land mit weniger Auswahl an Süßigkeiten passiert wäre. An dieser Stelle überspringe ich einfach mal ein paar Gedankengänge und behaupte, dass es die Abschaffung einer Süßigkeit war, die den Fall der Mauer auslöste – und nicht, wie bisher angenommen, Thomas Brussig.)
Als ich diesen Missstand entdeckte1, war ich entsetzt und ließ meiner Unmut freien Lauf. In den Kommentaren jenes Eintrages gab es dann viele hilfreiche Hinweise, die ich dann in einem weiteren Eintrag zusammen fassend nieder schrieb.2 Dieser Eintrag war es dann auch, der mich bei Google ganz nach oben brachte und zu einer YES-Torty-Koryphäe machte.
Und nun sitze ich hier. Kein Plus, kein Rewe um die Ecke. Keine Chance, YES-Törtchen zu kaufen. Also sorgt dafür, dass YES-Törtchen nie wieder eingestellt werden. Kaufen, marsch marsch! Ist doch sowieso alles nur noch Konsum, heutzutage.
1 Beim Shopblogger. Weil er cool ist. Und aus Bremen. Aber das geht ja Hand in Hand. Freundlicherweise hat er sogar eine Liste aller eingestellten Produkte gemacht, so dass man sich nie wieder in Unsicherheit wiegen muss. Sehr schön. Das ist Internet.
2 Neue Rechtschreibung. Man muss sie einfach lieben. Wobei sie ja 2005 wieder geändert wurde und es folglich […] zusammenfassend niederschrieb
heißen müsste, wenn ich mich nicht täusche. Aber die Schreibweise hätte mich dieser erheiternden Fußnote beraubt.
Ich empfehle einfach mal, sich Behindertenparkplatz anzuschauen, das Blog einer in London lebenden, deutschen Rollstuhlfahrerin. Weiterhin wäre da noch das Alzheimer-Blog, wo mal aus der Sicht einer Betroffenen geschrieben wird. (Da schlägt mein Zivildienst im Altersheim voll durch.) Und schließlich, um ein wenig beim Thema zu bleiben: The Life of Riley, wo eine 107-jährige Australierin über ihr Leben erzählt.
Reisetagebuch Kopenhagen 2005, Reisetagebuch London 2004
»Das ist eine eindrucksvolle Versammlung - die Reichen und die noch Reicheren. Manche nennen euch die Elite, ich nenne euch meine Basis.«
George W. Bush
Diese Seite ist eine komplett private Veranstaltung. Es wimmelt hier also nur so von Dingen wie Schleichwerbung, Vitamin B und unsinnigen, parallelgesellschaftlichen Witzen. Dazu gibt es je ein tolles, zufallsgeneriertes Zitat.
© 1999 bis in alle Ewigkeit die nächsten 50 Jahre: Julian Stahnke
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