Hier schreiben Jonas und ich über unsere Erlebnisse in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Wir sind dort sechs Tage, vom 14.10. bis zum 19.10.2005.
Montag, 17. Oktober 2005
Bei Nacht
Viele Sachen haben wir auch nachts gemacht. Zum Beispiel »Den Lille Havfrue« (die kleine Meerjungfrau) angeschaut. Zwei Mal gleich. Dies geschah jeweils während ausgedehnter Spaziergänge, die meistens bei McDonald’s anfingen, durch die Einkaufsstraße gingen und dann irgendwie durch den Hafen führten. Die Dauer betrug jeweils rund drei Stunden, danach wären wir dann wirklich müde und reif für’s Bett.
Auf diesen Spaziergängen gab es drei denkwürdige Sachen.
Zuerst war da der »Schrecken von Amalienborg Slot«, der ja schon an anderer Stelle beschrieben ist. Hierbei handelte es sich um einen Soldaten, der – zuallererst natürlich sehr scheel war – und uns zudem dermaßen erschreckte, dass wir uns total »verjagten«, wie man hier bei uns in Norddeutschland sagt.
Zum Zweiten war da der Brunnen. Man weiß nicht genau, um welchen es sich handelte; aber: Er sah sehr cool aus. Alles tollstens angestrahlt. Wir haben da auch viele Fotos gemacht; wobei sich doch zeigte, wer von uns beiden die ruhigere Hand hat. Ich möchte keine Namen nennen und sage daher nur, dass dieser mit einem »J« wie »Julian« anfängt. Man könnte allerdings auch sagen, mit einem »J« wie »Jonas«, aber – er hört sich doch ein wenig mehr nach dem »J« im »Julian« an.
Und dann war da natürlich noch »Den Lille Havfrue«. Mit einem Wort: sensationell. Der Mond schien sehr effektvoll durch die Wolken und spiegelte sich genau hinter der Meerjungfrau silbern auf dem Wasser. Die Meerjungfrau selbst wurde angestrahlt. Das hört sich jetzt sehr nach Kitsch an, aber da wir zwei Jungs waren, haben wir diese Atmosphäre natürlich zunichte gemacht. Ein Päärchen machte da gerade Fotos in den tollsten Posen, als wir kamen. Daraufhin gingen sie. Nun, so ist das Leben. Die scheiß Jugendlichen haben ja auch sowas von keine Manieren.