Hier schreiben Jonas und ich über unsere Erlebnisse in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Wir sind dort sechs Tage, vom 14.10. bis zum 19.10.2005.
Dienstag, 18. Oktober 2005
Der Schrecken von Amalienborg Slot
Das Amalienborg Slot ist wohl einer der gefährlichsten Orte Kopenhagens. Wir wissen wovon wir reden, denn wir sind gleich zweimal nur knapp mit dem Leben davon gekommen.
Das erste Mal gingen wir nachts gemütlich durch eine Botschaftsstraße. In der Ferne zeichnete sich schon ein größerer Platz ab, aber auf Grund der Dunkelheit – und eines bestimmt äußerst tiefsinnigen Gespräches – schenkten wir eben jenem keine besondere Beachtung. Dies änderte sich jedoch schlagartig als wir beide nur knapp einem Herzinfarkt entgingen. Was war passiert? Wir waren an den Rand des Platzes angelangt, an dem, was wir nicht wussten, Gardesoldaten patrolieren. Das bedeutete aber nicht das diese sich ständig bewegen und hatte zur Folge, dass wir uns derartig erschreckten als einer der Soldaten sich plötzlich direkt neben uns drehte.
Als der Schrecken dann verflogen war mussten wir schrecklich lachen und wir konnten uns nicht ganz erklären, wie der wehrte Herr Soldat denn einfach so seine stupide Arbeit weitermachen konnte ohne zu lachen. Also mal ganz ehrlich, wenn man so dumme Touristen erschrickt, die sowieso immer nur abnerven, dann müsste das einen doch zumindestens freuen.
Als wir das Amalienborg Slot das zweite Mal besuchten wurde es schon gefährlicher, denn dieses Mal schaffte es Jonas eine Reaktion eines Soldaten hervorzurufen. Diese war jedoch in keinster weise lustig oder gar freundlich, aber fangen wir besser von vorne an.
Wir schreiben den 18.10.2005, ein wunderschönen sonnigen Nachmittag und Jonas und Julian benötigen dringend noch ein paar Erinnerungsfotos von Kopenhagen. Folglich posiert Julian auf dem Platz des Amalienborg Schlosses vor einer riesigen Kuppel. Um Julian besser fotographieren zu können klettert Jonas über eine wirklich unscheinbare Absperrung, eine ganz ganz niedrige Kette, die um eine Reiterstatue in der Mitte des Platzes angebracht ist. Er schießt munter ein zwei Fotos als plötzlich jemand vom anderen Ende des Platzes in seine Richtung brüllt und eine unmissverständliche Handbewegung vollführt. Mann, zum Glück hat der Soldat nicht zur Waffe gegriffen, wer weiß was dann aus uns geworden wäre.