Hier schreiben Jonas und ich über unsere Erlebnisse in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Wir sind dort sechs Tage, vom 14.10. bis zum 19.10.2005.
Samstag, 15. Oktober 2005
Grüner Spaziergang
In unserem Reiseführer hatten wir zu Beginn unserer Reise einen Stadtplan von Kopenhagen entdeckt, auf dem einige Spaziergänge rund um und in der Innenstadt von Kopenhagen empfohlen wurden. Wir entschieden uns für den grünen, der hauptsächlich entlang der ehemaligen Wallanlagen führte.
Wir begannen unseren kleinen Rundgang am Rathus, welches wir, nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, allerding schnell in Richtung Ny Carlsberg Glyptotek verließen. Auch dort weilten wir nicht lange, da wir sie schon einige Male passiert hatten.
Nach einer langen Zeit, in der wir lediglich an einer Trykkeri (sprich: Drückerei, heißt: Druckerei) und ein paar Tauben vorbei gekommen waren, erreichten wir unseren legendären Steg am See, den wir noch einige Male im Laufe unseres Aufenthaltes besuchen sollten.
Nachdem wir eine ganze Weile einem Kind beim Füttern der Teichbewohner zugeschaut hatten, begaben wir uns auch schon auf den Weg nach Christianshaven. Dort angekommen hatten wir reichlich Probleme die Dänische Filmhochschule zu finden und auch das Orlogsmuseum erschien uns nicht besonders interessant.
Bei der Vor Frelsers Kirke mussten wir mal wieder einen Obdachlosen abwimmeln, der Geld von uns haben wollte. Daher konnten wir dann auf Grund unseres schlechten Gewissens den Kirchturm mit seiner Wendeltreppe nicht so genießen.
Deswegen ging es dann auch schnell nach Christiania weiter. Christiania ist eine ehemalige Hippiegemeinde, die nicht der Europäischen Union angehört. Anfangs sah alles lediglich sehr verwahrlost aus und man konnte lediglich ein paar künstlerisch gestaltete Pissoirs begutachten.
Je weiter wie jedoch zum Herzen Christianias vordrangen, desto unheimlicher wurde es. Man konnte fast den Eindruck haben, dass die Hälfte der Anwesenden waschechte Junkies waren und auch eine sechsköpfige Polizeistreife beunruhigte mehr, als dass sie einem ein Gefühl von Sicherheit vermittelte. Daher war unser Aufenthalt auch nicht von langer Dauer und wir verließen Christiania in Richtung Christianshavn.
Hier muckierte Julian sich über ein dänische Straßenschild, aber schaut selbst. Viel geschah dann aber auch nicht mehr und so beendeten wir unseren Spaziergang in Nyhavn, nicht jedoch ohne ein Gebäude – die Neue Staatsbibliothek – gesehen zu haben, an dessen gläserner Fassade sich der Fluss wiederspiegelte. Sehr cool.