Hier schreiben Jonas und ich über unsere Erlebnisse in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Wir sind dort sechs Tage, vom 14.10. bis zum 19.10.2005.
Dienstag, 18. Oktober 2005
Nationalmuseet
Das Nationalmuseum reizte uns besonders, weil die überall in der Stadt zu sehenden Poster über die Spærretid (Ausgangssperre) in Kopenhagen zur Nazizeit unser Interesse geweckt hatte. Naja, und wenn man dann mal etwas über die Geschichte Dänemarks lernen kann, ist das bestimmt auch nicht schlecht.
Als erstes führte uns die Informationsbroschüre des Museums in das prähistorische Dänemark. Da wir aber den Anfang der Austellung nicht fanden, standen wir etwas verloren in der Gegend herum. An dieser Stelle möchte ich die sehr zuvorkommende Museumsmitarbeitern loben, die uns ohne jegliche Aufforderung spontan und im Vorbeigehen den Weg weiste.
Das prähistorische Dänemark hatte einiges zu bieten. Man konnte sehen wie brutal die Leute damals verendeten, welch präzise Werkzeuge sie herstellten und welch eindrucksvollen Bernsteinschmuck sie trugen, aber das wohl interessantes Exponat, war der Sonnenwagen und die Himmelsscheibe von Nebra. Spektakulär waren auch die Bruchstücke eines zwölf Meter langen Wikingerbootes und zwei Hörnern aus reinem Gold. Diese Hörner waren jedoch nicht die Originale, denn diese waren von einem Goldschmied gestohlen worden, der die 7,5 kg Gold weiterverarbeitet und verkauft hatte, bevor er gefasst wurde; wirklich schade um die Hörner.
Ähnlich wie beim Bymuseum waren wir nach einer Weile doch sehr geschafft und so entschieden wir uns die Sonderaustellung über die Spærretid aufzusuchen. Dabei rannten wir eigentlich durch den gesamten Rest des rießigen Museums und kamen dabei auch an der Austellung über Dänemark in der Neuzeit vorbei. Dabei stießen wir auf einige großartige Exponate, aber seht selbst.
Als wir fast das ganze Museum abgelaufen hatten, ging Jonas dann endlich auf Julians Vorschlag ein doch mal nachzufragen, wo denn die Sonderaustellung über die Spærretid zu finden war. Gesagt, getan, gefunden. Eine wirklich interessante Austellung über einen Teil der dänisch-deutschen Geschichte, von Untergrundkämpfer, dänischen Nazis und britischen Bombardements.