Julian Stahnke · Reisetagebuch Kopenhagen

Hier schreiben Jonas und ich über unsere Erlebnisse in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Wir sind dort sechs Tage, vom 14.10. bis zum 19.10.2005.

Montag, 17. Oktober 2005

Runder Turm

Der Runde Turm ist ein, an eine Kirche gebautes, Gebäude in der Kopenhagener Innenstadt. Dieser Turm zeichnet sich daduch aus, dass er nicht etwa viele Treppenstufen hat, die zu seiner Aussichtsplattform führen, sondern eine ziemlich lange Rampe. Es gibt Gerüchte, dass vor langer Zeit ein Zar mit seiner Kutsche eben diese Rampe herraufgefahren ist. Anfang des 20. Jahrhunderts hat es dann definitiv jemand per Auto geschafft. Da wir weder Kutsche noch Auto zur Hand hatten, konnten wir diese Möglichkeiten leider nicht überprüfen und mussten wohl unsere sowieso schon stark belasteten Beine noch mehr beanspruchen.

Bevor dies soweit kommen konnte, mussten wir uns allerdings des Eises entledigen, welches sich Julian erst kurz zu vor noch besorgt hatte – die Kartenverkäuferin verstand da keinen Spaß. Julian, der unbedingt mal eines der berühmten dänischen Softice essen wollte, mochte dieses jedoch nicht, weil er sich irrtümlicher Weise irgendwelche Lakritzstreusel (Vermutung) anstatt Schokostreusel auf das Softice hatte geben lassen. Jonas der erst ein schlechtes Gewissen hatte, das Eis einfach so wegzuschmeißen war ihm deshalb behilflich. Als das alles jedoch zu lange dauerte und der sowieso schon frierende Jonas lieber nicht noch mehr Eis essen wollte, wurde die Eistüte dann doch weggeschmissen um Einlass in den essensfreien Turm zu erlangen.

So konnte Julian endlich die Karten kaufen. Da er die Verkäuferin nun schon zum zweiten Mal ansprach, hätte er fast »Hello again« von Howard Carpendale gesungen, ließ es dann aber glücklicherweise doch bleiben und begnügte sich mit einem »Good evening«.

Oben auf dem Turm angekommen, bot sich ein wirklich schöner Rundblick auf Kopenhagen, der jedoch schon bald von herangeeilten Bälgern Kindern geschmälert wurde. Wir waren uns nicht sicher, ob wir die Kinder erschrecken sollten. Als wir dann jedoch die Eltern herannahen hörten, entschieden wir uns um und verließen den Turm.